Der ultimative Einsteigerguide in die Fotografie

7DDie Überschrift zu diesem Blogpost stimmt natürlich nicht: Niemand hat die Weisheit der Fotografie gepachtet und ich möchte mir das auch nicht anmaßen. Sie ist deshalb mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Dieser Text ist nicht nur umfangreich und sehr lang, sondern auch so geschrieben, wie ich es selbst einem Einsteiger erklären würde. Einem Einsteiger, der vielleicht noch nicht mal eine Kamera hat. Da kann man sicher an der ein oder anderen Stelle noch ausführlicher werden und tiefer in die Theorie einsteigen, aber ich möchte es bewusst einfach halten um erstmal einen Einstieg in das Thema zu schaffen. Wer mehr erfahren will, klickt einfach die verlinkten Beiträge. Wer bereits eine Kamera hat, kann nun bis „Was sollte man wissen“ scrollen. Die nächsten Zeilen drehen sich um die Kamerakauf.

Nicht erst seit meinem Dasein als nebenberuflicher Fotograf werde ich oft auf meine Kamera bzw. ganz allgemein die Fotografie angesprochen. Und ein erheblicher Teil der Gespräche dreht sich um Ausrüstung und Technik. „Was hast du denn für eine Kamera?“ und endet letztendlich in der Frage: „Was muss ich mir denn Kaufen um auch so gut zu Fotografieren?“ Vor Weihnachten erreichten mich auch einige Fragen, welche Kamera man denn der Mutter/Tochter/Nichte/Enkel etc. schenken solle. Meine Standardantwort:

– „Die 5D Mark III ist eine sehr gute Kamera, da kann man nix falsch machen.“

-„ Supi, was kostet die?“

-„Locker 2.500 Euro. Ohne Objektiv.“

Somit war das Gespräch erst mal unterbrochen und ich konnte meine Ansicht der Dinge darlegen. Es gibt keine perfekte Antwort auf die Kamerafrage. Für was soll die Kamera genutzt werden? Was soll fotografiert werden? Es herrscht nicht selten die Meinung vor, man brauche eine Spiegelreflexkamera um gute Bilder zu machen. Ich kann NUR aus meinen Erfahrungen mit der 7D und der 450D schöpfen aber muss sagen: Das ist Quatsch, Mumpitz, Blödsinn! Wenn die Frage nach einer Spiegelreflexkamera (weil die ja so gute Bilder machen) kommt entgegne ich immer: Überlege dir ob du wirklich bereit bist z. B. im Urlaub mehrere Objektive mitzunehmen und im Zweifel den Spaziergang, die Wanderung etc. zu unterbrechen um eben diese zu Wechseln. Bevor man an einer DSLR ein 18-250mm (mehr zur Brennweite weiter unten) Objektiv schraubt (und immer dranlässt!) sollte man meines Erachtens lieber zu einer Kompakten mit eingebauten 10-fach Zoom greifen. Die ist im Zweifel günstiger, deutlich kompakter und macht auch ausreichend gute Bilder. Wenn die Ausrüstung belastet und man sie deshalb z. B. beim Urlaub oder einer Feier lieber zu Hause lässt bringt das auch Nix. Schöne Youtube-Videos zu billigen Kamers befinden sich in dieser Playlist: Profi-Fotografen mit billiger Kamera (englisch). Definitiv sehenswert!  Wenn man es aber wirklich ernsthaft betreiben will, kommt man meines Erachtens aber nicht um das Wechseln von Objektiven herum… Was man deshalb definitiv als Einsteiger ins Auge fassen sollte sind die neuen MFT-Kameras: Kompakte Kameras mit Wechselobjektiven. Hier z. B. ein Link zu einem Test der Olympus OMD. Ich persönlich habe keine große Erfahrung mit dieser Art Kameras. Und da ich mit meiner 7D sehr zufrieden bin, schließt sich natürlich solch eine Anschaffung aus. Aber manchmal wünsche ich mir schon eine kleiner „immer-dabei“ Kamera. Da schiele ich sehr oft auf diese hier…

Was ich in einer vorherigen Version dieses Beitrages vollkommen vergessen hatte waren die Megapixel. Die Zahl der Megapixel entscheidet über die Menge der Punkte mit der das Bild aufgenommen wird. Im Druck braucht es je nach Größe eine gewisse Anzahl an Pixeln. Diese sind mittlerweile aber vollkommen irrelevant finde ich. Mit 18 MP in der 7D könnte ich ein Panorama von 150cm Breite ich guter Qualität bestellen. Muss es größer Sein? Für einen 10×15 Ausdruck braucht es gerade einmal ca. 1.600 mal 2.400 Pixel, also nicht einmal 4 Megapixel… Und das ist noch mehr als ein normaler Bildschirm darstellen kann. Und zuviel Pixel sind auch Nix: Umso mehr Pixel auf dem Sensor Platz haben umso schneller könnte es zu „Problemen“ kommen, die sich auf die Bildqualität auswirken. Umständlich formuliert, ich würde einfach sagen: Wenn sich weniger der Lichtarbeiter auf der Fläche drängeln können die bestimmt besser Arbeiten. Also: Aktuelle Kameras haben ausreichend Reserve und Megapixel sind kein Kaufargument für Anfänger.

Wenn man komplett neu einsteigt, sollte man Folgekosten nicht unterschätzen: Mit einer Kamera ist es selten getan: Es kommen die Speicherkarten, Ersatzakkus, ein Stativ, Taschen, Blitze und jeder Menge andere Kram noch dazu. Das gehört in die Kalkulation! Erst recht die Folgekosten, wenn man einmal „Blut geleckt“ hat… Sprich: Objektive! Und die können schnell das Mehrfache der Kamera kosten. Aber das wichtigste beim Kamerakauf für mich ist das Anfassen! Geht in ein Geschäft und lasst euch Kameras zeigen und testet sie zumindest im Laden. Wie liegt sie in der Hand? Lässt sich der Zoom bequem bedienen? Wie ist das Menü aufgebaut? Logisch? Einfach? Verständlich? Und wenn man dann zwei/drei Kameras ausgiebig befingert hat und sich entschieden hat kauft man gefälligst auch im Fachhandel und geht nicht wieder raus um 10 Euro zu sparen, bitte!

Was sollte man wissen, wenn man die Kamera nun (schon) hat?

BrennweitenEinschieben möchte ich an dieser Stelle die Brennweite der Objektive. Das kann ein relativ kompliziertes Thema werden. Grundsätzlich gilt: Je höher der Wert, desto näher ran kommt man an das Motiv, je kleiner der Wert, umso mehr bekommt man auf das Bild. Meine Brennweiten reichen von 8mm bis 300mm. Hierzu ein paar Beispielbilder vom Balkon (für große Ansicht klick auf das Bild) mit 300mm, 200mm, 100mm, 50mm, 20mm, 10mm und dem 8mm Fisheye. Beim ersten sieht man das Wärterhäuschen des Parkplatzes. Schon bei 100mm ist das Objekt nicht mehr dominant im Bild. Bei 20mm kann man es kaum noch erkennen (für größere Ansicht einfach auf das Bild klicken) usw. Eine Besonderheit ist das Fisheye: Es verzerrt das Bild und bildet extrem viel ab. Man sieht z. B. im Vergleich zu den 10mm noch deutlich mehr der unten querverlaufenden Straße. Auch deshalb habe ich extra die Australienflagge hängen gelassen. Die war quasi neben dem Objektiv aufgehängt und kommt trotzdem noch auf das Bild. Die Verzerrung kann man hier sehr gut erkennen. Und irgendwie immer noch erkennbar (in hoher Auflösung): Das Wärterhäuschen.

Aber es gibt leider noch einen Haken: Es kommt auf den Sensor, bzw. dessen Größe an. Der Sensor ist der Teil der Kamera, auf den das Licht fällt und der letztendlich das digitale Bild erzeugt. Um einfach einen Großteil Theorie auszusparen reicht die Info: Nicht bei jeder Kamera ist der Sensor gleich groß und somit sind Brennweiten nicht immer miteinander vergleichbar (Es passen auch nicht alle Objektive auf jede Kamera). Meine Beispielbilder habe ich mit meiner 7D, also mit einem Canon APSC-Sensor gemacht. Bei Objektiven kann man grob zwischen Festbrennweiten und Zoomobjektiven unterscheiden. Zoomobjektive (z. b. 10-22 oder 17-50 oder 70-300) bilden einen Brennweitenbereich ab. Festbrennweiten sind eben auf einem Wert fest,

Hierzu kann ich auch das Brennweiten-Video von Benjamin Jaworsky empfehlen, der es auf seine Weise mit einer Menge Autogetöse erklärt.

Zu den Basics der Einstellungen: Die wichtigsten Faktoren, die zusammenkommen wenn ein Foto gemacht wird sind Belichtungszeit, die Blende und der ISO-Wert. Wenn man die drei Werte und deren Auswirkungen (auch aufeinander) verstanden hat kann kaum noch etwas (in technischer Hinsicht) schief gehen.

Die Belichtungszeit: Die Belichtungszeit ist die Zeit in der ein Foto belichtet wird. D. h. in der Zeit ist in früherer Zeit Licht auf den Film gefallen und heute eben auf den Sensor. Umso länger die Belichtungszeit, umso mehr Licht fällt auf unseren Sensor. Normalerweise wird die Belichtungszeit in Teilen von einer Sekunde angegeben, also z. B. 1/50s. D. h. der Sensor wird mit eine Fünfzigstel Sekunde belichtet. Leider lässt sich die Belichtungszeit nicht so einfach verlängern, damit man auch im dunkelsten Raum ein helles Bild hat. Denn es liegt an der Belichtungszeit, wenn Bilder „verwackelt“ sind. „Verwackeln“ kann zweierlei Ursachen haben: Die Belichtungszeit ist so lang, dass man die Kamera nicht lange absolut ruhig halten kann oder die Belichtungszeit ist so lang, dass sich das Motiv in der Zeit (wenn auch nur minimal) bewegen kann. Als Richtwert sagte Papi schon immer: Der Kehrwert der Brennweite als Belichtungszeit geht noch ohne Verwacklungen. Das kann man immer noch beachten, aber mit heutigen Bildstabilisatoren in den Objektiven geht’s auch noch deutlich länger, wie ich festgestellt habe. Wie schnell sich das Motiv bewegt hängt natürlich stark davon ab, was man vor der Linse hat. Bei einer Schnecke kann man durchaus länger belichten, einen laufenden Geparden muss man mit möglichst kurzen Verschlusszeiten geradezu einfrieren.

Nun die Blende: Wie eben gelesen wird der Sensor für einen bestimmten Zeitraum belichtet. OffenblendeDas Licht fällt durch eine Öffnung im Objektiv auf den Sensor: Unsere Blende. Wie weit sie sich öffnet entscheiden wir über die Blendenzahl. Mit der ist es etwas paradox: Umso weiter die Blende geöffnet ist, umso kleiner ist die Zahl. Umso größer die Zahl umso kleiner die Öffnung. Und umso größer die Öffnung… Na? Genau: Umso mehr Licht fällt auf den Sensor! Es wäre natürlich zu einfach, wenn man sagen könnte: „Dann mache ich einfach die Blende auf und und habe immer genug Licht.“ Ist natürlich nicht ganz so einfach. Umso größer die Blende (also umso kleiner die Zahl), umso kleiner wird der Bereich in dem das Bild wirklich scharf ist. Mit einem Wert rum um Blende 1,4 oder 1,8 verschwimmt sehr viel in einer unscharfen Suppe, was als Stilmittel sicherlich nützlich sein kann, siehe mein Beispielbild rechts: Ein ganz kleiner Bereich des Holzbalkens ist nur wirklich scharf. Einige Objektive für DSLRs fangen z. B. erst bei einer Blende von 3.5 an. Wählt man eine sehr hohe Blendenzahl, z. B. f9 ist ein sehr großer Bereich oder Alles im Bild scharf dargestellt (aber umso länger muss man auch belichten!), was z. B. bei Landschaftsaufnahmen sinnvoll ist. Die Schärfe ist abhängig von der Tiefe des Motivs bzw. vom Abstand zur Kamera. Deshalb spricht man auch von der Schärfenebene.

ISO-Wert ist einfacher: Umso höher der ISO-Wert umso mehr Licht nimmt der Sensor auf, höhere ISO-Werte erhöhen die Empfindlichkeit des Sensors. Das geht leider nicht unendlich, denn umso höher der ISO-Wert umso stärker fängt das Bild an zu „Rauschen“. Besonders in dunklen Bereichen ist das sichtbar. Statt reinem Schwarz sieht man eher einen Nebel, kleine Klötzchen, Rauschen eben.

Eine gute Zusammenfassung gibt es bei Giga-Foto in Videoform und in Textform z. B. bei der kleinen Fotoschule.

Während Belichtungszeit und Blende bei allen Kameras (Blende abhängig von der Sensorgröße) gleich zu bewerten sind, unterscheiden sich die aktuellen Kameras teilweise erheblich in den möglichen ISO-Werten bzw. dem Rauschverhalten. Und da gilt leider: Umso mehr man möchte, umso tiefer muss man in die Tasche greifen.

Und wie wird das nun in der Praxis angewendet?

Dast ist natürlich abhängig vom Model der verwendeten Kamera und den Aufnahmemodi, die diese bietet. Bei Canon halte ich folgende Modi für erwähnenswert: Blendenpriorität (Av), Zeitpriorität (Tv) und den manuellen Modus (M). Finger weg von der Vollautomatik! Oder nein, nicht ganz: Macht mal ein Foto im Vollautomatik-Modus und schaut euch an, welche Werte die Kamera verwendet hat. Das ist meist ein guter Anhaltspunkt um dann manuell weiter zu machen. Als Anfänger ist der Blenden- bzw. Belichtungszeitmodus auch sinnvoll. Man wählt eine Blende und die Kamera stellt entsprechend die Zeit ein, die benötigt wird, um das Bild korrekt zu belichten. Das ist der passende Modus um mit offener Blende nur einen kleinen Schärfebereich zu bekommen und ein schönes Bokeh (der unscharfe Hintergrund) zu erreichen. Die Zeit kann z. B. bei schnell bewegenden Kindern oder Sportlern gewählt werden, damit die Bewegung defintiv eingefroren wird und keine Unschärfen entstehen. Oder man fotografiert mit langer Brennweite und möchte keine Verwackler.

FokusNachschieben möchte ich an dieser Stelle noch etwas zur Schärfe. Hier sollte man ausnahmsweise auf eine Automatik zurückgreifen! Also: Automatischer Fokus. Aber was soll scharf sein? Wie oben beschrieben ist der scharfe Bereich eines Bildes abhängig von der Blende. Es ist schwerer einen kleinen Bereich zu fokussieren als die Blende z. B. auf f9 zu stellen, wo ein sehr großer Bereich oder vielleicht Alles scharf abgebildet ist. Die Wahl des Punktes, der fokussiert werden soll, sollte man wiederrum nicht der Kamera überlassen. Welche Modi es gibt, bzw. wie viele Fokuspunkte man überhaupt zur Verfügung hat, ist auch stark von der Kamera abhängig. Ich wähle fast immer den Fokuspunkt selbst.

Was ist die Belichtung und wann ist denn nun ein Bild korrekt belichtet? Es gibt in fast jeder Kamera eine Anzeige dazu. Bei Canon ist es eine Skala im unteren Bildrand. Dort wird angezeigt, wie das Bild belichtet wird. Steht der Zeiger direkt über der Mitte ist die Belichtung korrekt. Aber natürlich ist es auch hier wieder nicht so einfach. Wie misst die Kamera denn die Belchtung? Dazu gibt es auch wiederrum verschiedene Modi. Hier gibt es deutlichere Unterschiede zwischen den Herstellern. Man kann das gesamte Bild messen oder nur einen kleinen Bereich, etwa das Zentrum oder den gewählten Fokuspunkt. Oder eine Mischung daraus. Welchen Modus man verwendet ist je nachdem, wie man fotografiert Geschmacksache. Wenn das Motiv einigermaßen gleichmäßig ausgeleuchtet ist, kann man die Belichtung über das gesamte Bild messen. Möchte man z. B. eine Person vor besonders hellem oder dunklem Hintergrund ablichten, empfiehlt es sich auch nur die Belichtung der Person zu messen, damit diese korrekt belichtet ist. Dazu wählt man dann eben einen entsprechenden Modus. Ich lasse die Kamera meistens das gesamte Bild messen, mache den ersten Testschuss und schaue mir das Ergebnis an. Anhand des Ergebnisses verändere ich meine Belichtungsparameter. Hier gilt eben auch: Geschmacksache und einfach Ausprobieren, was einem am besten liegt. Den ISO-Wert halte ich bewusst so niedrig wie möglich um keine Gefahr zu laufen, dass die Bilder Rauschen.

Wir fassen zusammen: Den Fokuspunkt sollte man selbst wählen um den Bereich des Bildes scharf zu haben, den man wünscht. Die Belichtungszeit passen wir dem Motiv an: Kurze Zeit für sich bewegende Motive (Sportler, Kinder, Autos, Tiere etc.). Lange Belichtungszeit bei einer dunklen Umgebung oder Nachtaufnahmen bei denen wir soswieso das Stativ verwenden und keine Gefahr laufen durch Bewegung der Kamera das Bild zu verwackeln. Mit der Blende bestimmen wir, wie groß der Bereich sein soll, der scharf abgebildet ist. Die Blende ist ein entscheidendes Stilmittel! Den ISO-Wert passen wir so an, dass das Bild so belichtet ist, wie wir es wünschen.

Und nun? Fotos machen! Von was auch immer, hier bestimmt nur der eigene Geschmack das Motiv. Umso mehr man fotografiert, umso mehr Erfahrung sammelt man und umso besser werden die Bilder! Sicher! Grundsätzlich würde ich empfehlen im RAW-Modus zu fotografieren. Dazu verlinke ich meinen Blogbeitrag mit Infos dazu. Man hat einfach mehr Reserven und kaum Nachteile, außer größeren Dateien, die hoffentlich noch flüssig am Rechner bearbeitet werden können.

Damit ist man bei der Nachbearbeitung: Diese möchte ich in diesem Beitrag bewusst kurz halten. Wenn man sich entschließt doch im JPG Modus zu fotografieren, braucht man im Grunde überhaupt nicht nachbearbeiten. Und bei der Nachbearbeitung kann es auch extrem zugehen. Wenn man sich z. B. die Bilder von Matthias Schwaighofer oder Calvin Hollywood anschaut sieht man: Hier steckt sehr, sehr viel Nachbearbeitung drin. Da gerät das Fotografieren fast schon in den Hintergrund und es geht mehr um „digital art“. Aber ohne Fotos geht es nicht: Auch für aufwändige, digitale Kunst braucht es „Futter“ in Form von Fotos.

Was mir sehr, sehr wichtig ist und ich jedem Anfänger ans Herz legen möchte: Die BilderSterne gehören ausgemistet und sortiert, siehe dazu diesen Blogbeitrag. Niemand möchte 600 Bilder vom letzten Urlaub sehen. Es reicht ein Best-Of, das niemanden langweilt und die entscheidenen Motive bzw. Stationen der Reise zeigt. Es ist schon öfter vorgekommen, dass ich Wartezeiten auf Flughäfen zum (Aus-)Sortieren genutzt habe und so schon mit einem vorzeigbaren Set an Bildern aus dem Urlaub kam. Und auch wichtig: Sichert die Bilder! Bilder sind unfassbar wichtig, erst recht in 10 Jahren, wenn ihr an die Hochzeit zurück denkt, oder zum 18. Geburtstag Kinderfotos zeigen wollt. Software kann man erneut runterladen, E-Mails sind auf dem Server gesichert, aber Fotos sind Erinnerungen und die wären für immer verloren.

War es das nun? Nein! Sicher nicht! Was fehlt ist z. B. der Weißabgleich. Um Anfänger nicht zu überfordern würde ich hier auch „Auto“ empfehlen. Man könnte noch weiter über den Stil schreiben, das spare ich mir und verlinke wieder mal mal einen eigenen Blogeintrag. Man könnte auch noch tiefer in die Technik einsteigen. Blitzen habe ich komplett außen vor gelassen… Die Fotografie ist ein unfassbar weites Themenfeld, Spezialisten in jeder Ecke, Youtube-Videos und Blogs en masse sind im Netz zu finden. Deshalb gibt es nicht DIE eine Antwort auf die Frage, wie man denn nun richtig anfängt bzw. einsteigt.

Zum Abschluss hier noch ein paar Linktipps von Seiten, die ich regelmäßig ansurfe:

Der Stilpirat erzählt Geschichten rund um die Fotografie und macht wunderbare Bilder> Definitiv lesenswert.
Rasch-Fotografie: Toller Blog mit Tipps und Gedanken rund um das Thema.
Neunzehn72: Das Urgestein der Fotoblog mit Tests, Tipps und ebenfalls Gedanken zum Thema.
Krolop und Gerst geben jede Menge Tipps vor allem rund um das Thema Blitzen.

Auf Youtube habe ich folgende Kanäle abonniert: BJ Foto mit super Einsteiger Videos, Calvin Hollywood (Super auch die Portfolio Reviews) oder Matthias Schwaighofer bieten jede Menge Videos mit Schwerpunkt Retusche an. Bei Baba Fotografie kann man stundenlang Fotografen in live-Shows lauschen.

Aber am Wichtigsten: Fotos machen, Fotos machen und Fotos machen. Denn nur so wird man besser! Viel Spass dabei!

3 Gedanken zu „Der ultimative Einsteigerguide in die Fotografie

  1. Janette

    Sehr gut erklärt. Herzlichen Dank dafür. Jetzt habe ich endlich kapiert was es mit der Blendengröße auf sich hat :)

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  2. Redeyeimages

    Gefällt mir sehr gut dein Post. Ich kannte die Videos der Profies mit billigen Kameras schon von Digitalrev. Dort sieht man sehr gut das es auf das Können und nicht so auf die Technik ankommt was viele Fotografen vergessen.

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  3. Domberg

    Super ausführlicher Beitrag mit schönen Beispielen – erst einmal Danke dafür! Jedoch vermisse ich ein wenig gegliederte Absätze, oder Zwischenüberschriften, die den Lesern schneller an ihr Ziel führen, sollten sie beispielweise NUR die Blende nachlesen wollen ;)

    Außerdem könntest du dadurch Chancen haben besser in den Suchmaschinen-Ergebnissen zu landen, wenn du solche Abschnitte definierst.

    Ich selbst habs komplett auf einzelne Seiten verteilt, wenn du mal schauen magst? :)

    Die Blende
    Belichtungszeit
    ISO

    Und um alles noch einmal abzuschließen ein Guide für die korrekte Belichtung.

    Vielleicht gliederst du diesen Artikel zumindest etwas, sodass die Leser einen besseren Überblick gewinnen. Musst das ja nicht zwingend auf mehrere Seiten aufteilen :)

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