Down Under 2015 – Reisebericht

Ende Januar 2015 brachen meine Freundin und ich zu meinem längsten Urlaub seit meinem Dasein als Arbeitnehmer auf: 5 Wochen Australien standen vor uns. Den Hinweg gingen wir locker an und verbrachten zwei Nächte in Abu Dhabi, wollten dann zunächst eine gute Woche in Sydney bleiben um dann 3 Wochen mit dem Campervan die Gegend unsicher zu machen. Aber natürlich kommt es immer anders als man denkt…

Der Stoppover in Abu Dhabi wurde planmäßig durchgeführt. Ich bin schon zwei Mal in Dubai zwischengelandet und dachte mir, dass man sich ruhig mal anschauen könnte, was mit dem Ölgeld alles gemacht wird. Und ob Dubai oder Abu Dhabi war uns ehrlich gesagt relativ egal. Wir übernachteten im wundervollen Hyatt Capital Gate, dem Gebäude mit der höchsten Neigung weltweit (oder so ähnlich wurde es formuliert). Zumindest ist es bewusst so gebaut worden und auch ganz nett anzusehen. Den freien Tag nutzten wir für einen kurzen Ausflug mit dem Speedboat, eine Shopping-Mall und einen Besuch in der Scheich Zayed Moschee. Sehr beeindruckendes Bauwerk! Abu Dhabi ist wirklich ein empfehlenswerter Ort für einen längeren Stopp-Over.

Dann ging es weiter nach Sydney, geplant war ursprünglich eine Woche dort im YHA Sydney Harbour zu bleiben. Wir haben dann um eine halbe Woche verlängert, weil ich so zwei Mal Tauchen gehen konnte. Die Jugendherberge mit Blick auf das Opera House ist definitiv eine Empfehlung, wenn auch sicher nicht die Günstigste! Wir hatten einen sehr schönen Aufenthalt dort. Außerdem ging es in den Taronga Zoo und natürlich Shoppen in der Innenstadt.

Egal welche Stadt: Irgendwann reicht es auch! Wir hatten ursprünglich vor 3 Wochen mit dem Campervan das Land zu erkunden. Allerdings wollte ich auf ein Probesitzen vor Ort nicht verzichten, da ich mit ü2m Körpergröße nicht blind auf ausreichend Sitzkomfort vertrauen wollte. Allerdings bekamen wir nicht zum gewünschten Zeitpunkt einen Van. So wurde der Trip geteilt: Eine Woche Mietwagen, zwei Wochen Campervan. Sollte uns recht sein. Und mir sowieso, da uns der Vermittler gute Tipps gab, wo ich noch abtauchen könnte.
Ein paar Tage später holten wir unseren Toyota Corolla also ab, ich fuhr das erste Mal im Leben auf der linken Straßenseite (direkt quer durch Sydney) und wir starteten in den Norden. Über Ana Bay ging es nach South West Rocks wo ich zwei schöne Tauchgänge mit Haien machen konnte. Von dort aus fuhren wir weiter nach Byron Bay für weitere zwei Tauchgänge.

Fotografieren kam in der Zeit etwas zu kurz. Dafür konnte ich geniale Tauchgänge machen, die ich so schnell nicht vergessen werde. Zurück nach Sydney ging es über Port Macquire, ein sehr schönes, kleines Örtchen. Hier hätten wir gerne mehr Zeit verbracht.

Nachdem der Mietwagen gegen die Campervan getauscht wurde ging es in die Blue Mountains. Beeindruckende Landschaft nicht weit südlich von Sydney. Leider wurde im Anschluss daran unsere Fahrt unterbrochen. Passiert, Mund abputzen, weitermachen! Die ungewollte Unterbrechung nutzten wir für einen Abstich nach Canberra, der Hauptstadt Australiens.

Wir mussten umplanen, waren uns aber auch gleichzeitig einig nicht zu viel Zeit auf der Straße verbringen zu wollen. Zum Glück war unser Ziel die „Great Ocean Road“ definitiv noch erreichbar. Gesagt, gefahren: Wir schafften es bis zu den Zwölf Aposteln. Auf dem Weg dorthin lag Melbourne, wo wir zwei Nächte blieben. Eine wunderbare Stadt, hat mir fast besser gefallen als Sydney. Mit beeindruckender Street-Art!

Zurück ging es am Ozean entlang: Die Great Ocean Road wieder zurück, statt durch Melbourne nutzten wir die Fähre daran vorbei und fuhren wieder nordwärts in Richtung Sydney. Der Weg ist definitiv nicht weniger attraktiv als die Great Ocean Road: Weite Graslandschaften, beeindruckende Wälder und hin und wieder der Blick auf den Ozean. Wir übernachteten in kleinen Ortschaften und waren schließlich drei Tage vor Abflug wieder in Sydney.

Was bleibt? Jede Menge Erfahrungen, die meisten wundervoll, hervorragend und beeindruckend. Manche weniger gut, wie z. B. unser Autounfall. Es war definitiv ein wunderbarer Trip, den wir nicht vergessen werden. Nach so langer Zeit freut man sich aber auch wieder zu Hause zu sein.

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