Down Under 2015: Technisch betrachtet

IMG_3866Wochen und Monate vor dem eigentlichen Abflug habe ich mir den Kopf darüber zerbrochen was ich mit nach Australien nehme. Und vor allem: Wie? Die eigentliche Frage war gar nicht so sehr, welche Ausrüstung ich einpacke und was daheim in Deutschland bleibt. Vielmehr trieb mich die Frage um, wie ich alles transportieren werde um zum einen den wichtigen Kram auf den Flügen am Mann zu haben und zum Anderen vor Ort die optimale Lösung zu haben.

Um was ging es eigentlich genau? Nunja, fast meine gesamte Fotoausrüstung sollte mit nach Australien:

  • Natürlich die 7 D, allerdings ohne Batteriegriff! Auf das extra Gewicht und Volumen verzichte ich auf Reisen sehr gerne. Dazu natürlich ausreichend Speicherkarten und einen Ersatzakku.
  • Tamron 17-50/2.8 als Immerdrauf-Glas, nicht so oft benutzt wie vermutet, eher das Canon 10-22 als Landschaftslinse.
  • Sigma 70-300/3.5-5.6: Mein verhasstes Telezoom… Für alle Fälle musste es mit.
  • Canon 50/1.4 wer weiß für was man es brauchen könnte und es wiegt nicht wirklich viel
  • Walimex 8mm Fisheye eher als Spasslinse und weil noch Platz im Fotoabteil war.

Dazu habe ich einen Yongnou 560-III eingepackt, zwar ohne TTL, aber dafür brauche ich nur einen RF 603, weil der Empfänger im Blitz integriert ist. Dem entfesseltem Blitzen stand somit auch nichts mehr im Weg.

Ebenfalls gerungen habe ich mit dem Stativ: Mein vorhandenes Exemplar ist keinMO Aus-2 Leichtgewicht und es stellt sich hier wirklich die Frage, ob man das Teil immer wieder mitschleppen möchte. Nein, möchte ich nicht. Also habe ich spontan einen Gorillapod gekauft, welcher gute Dienste geleistet hat. Hierzu passenderweise noch einen einfachen Kabelauslöser, weil der Pod doch gehörig nachschwingt, wenn man auslöst. Glücklicherweise habe ich von Paps zu Weihnachten die gewünschten Graufilter bekommen. Somit stand den Landschaftsaufnahmen mit Pol- bzw. Graufilter nichts mehr im Wege.

Für die GoPro hatte ich eine eigene Tasche gleich zur Kamera gekauft. Hier musste auch jede Menge unterkommen: GoPro im Standardgehäuse, dazu das Tauchgehäuse. Zusätztlich „the Frame“, ein Rahmen den ich eigentlich für lange timelapse-Aufnahmen vorgesehen hatte um die GoPro währenddessen mit Strom versorgen zu können. Dabei hatte er einen wichtigeren Einsatz beim Filmen der Autofahrten: Offenbar wurde die Kamera im geschlossenen Gehäuse zu heiß, so dass „the Frame“ eine top Alternative war. Dazu noch ein paar Ersatzakkus, Speicherkarten, jede Menge Halterungen und die „Eieruhr“ für geschwenkte Timelapses.

Sonst war jede Menge Kleinkram noch dabei: Ladegeräte für die Akkus, Netzteil für das Macbook. USB-Netzteile, Ladekabel, externer Akku für alle Fälle, Backup-Platte etc. pp.

MO Aus-1An dieser Stelle muss ich die eingangs gestellte Frage aufgreifen: Wie transportiere ich den Kram vor Ort? Es war mir klar, dass ich nicht Alles gleichzeitig benötigen werde. Deshalb wich ich auch auf den etwas kleineren und leichteren Lowepro Rucksack aus. Aber ich weiß z. B. aus dem Kurzurlaub nach Wien, dass ich nie alle Objektive brauchen würde. Das 70-300 nutzte ich ausschließlich im Zoo. Also ging meine Überlegung soweit im Rucksack alles zu transportieren und Umhängetasche in den Koffer zu stecken, damit ich vor Ort die Wahl habe. Der Plan wurde allerdings wieder verworfen. Doch etwas zu kompliziert und braucht zu viel Platz im Koffer.

MO Aus-3Zweite Frage: Stromversorgung! Wichtig, sehr wichtig! Für MacBook und somit auch iPhone-Ladegerät hatte ich den passenden Adapter. Darüber hinaus sollte geladen werden: Powerbank, GoPro, AA-Akkus, kabelloser Lautsprecher und das Handy meiner Freundin. Wir hatten bereits einen Weltreiseadapter am Start. Also entschloss ich mich für einen kleinen Euro-Mehrfachstecker, an dem der Reiseadapter angeschlossen werden sollte. Ich konnte dann z. B. mehrere USB-Ladegeräte verwenden ohne gleich mehrere Adapter zu brauchen. Oft sah es sehr lustig aus, wenn mal wieder eine Steckdose in der Nähe war und ich alles möglich aufladen wollte.

Sonst noch etwas? Ja! Beutel! Beutel haben mir so einiges erleichtert. Natürlich passte der ganze Kram mit allen Ladegeräten etc. pp. nicht in den Rucksack für das Handgepäck. Ich wollte ja auch z. B. noch ein Buch mitnehmen. Deswegen entschloss ich mich kurzerhand dazu zwei Turnbeutel mit zu nehmen: Leicht und zusammengelegt sehr, sehr kompakt. Und in diese Beutel wanderte auch der ganze Kram, den ich je nach Einsatzzweck gerade nicht mitnehmen wollte. Klar, teilweise sah es in Campervan bzw. Hotelzimmer trotzdem chaotisch aus aber ich konnte doch einigermaßen den Überblick wahren durch Turnbeutel!

Mein Fazit? Klar, mehr Optionen zu haben ist immer besser. Aber Neukäufe belasten die sowieso angeschlagene Reisekasse und irgendwie muss man ja auch die Verhältnismäßigkeit wahren (hier meinen sicher Einige, dass ich diese längst überschritten habe). Das 50mm kam nicht häufig zum Einsatz, dafür öfter das Fisheye, was ich schon eher zu Hause gelassen hätte. Beim Zubehör kam auch Alles zum Einsatz, was dabei war. Eventuell kommt der fest verbaute Rotfilter aus dem Tauchgehäuse der GoPro raus und wird gegen einen variablen getauscht. Ich würde es genau so wieder machen auch weil weder irgendwas abhanden gekommen oder kaputt gegangen ist.

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