Knipser-Pech zum Ersten (und hoffentlich Letzten…)

FotoIn einem früheren Blogeintrag hatte ich bereits über die positiven Seiten des Daseins als Fotograf geschrieben. Nun ist nicht Alles eitel Sonnenschein. Ja, es ist schön zu Fotografieren, Emotionen zu wecken und zu Konservieren. Aber es geht auch Einiges schief, teilweise gewaltig. Natürlich berichtet man ungern über die Verfehlungen. Bei den Vorgedanken zu diesem Beitrag wurde mir aber klar: Es ist garnicht so viel reines Pech dabei! Oft waren es eigene Fehler, also im engeren Sinne kein Pech. Man lernt nie aus und so versuche ich eigene Fehler positiv zu sehen und daraus doch irgendwie etwas Positives zu ziehen. Meistens gelingt es auch. Hier aber kleine Anekdoten an denen ich (fast) nichts ändern konnte:Über Paddys Zusage ihn zu Fotografieren war ich sehr happy. Wir hatten zweimal telefoniert, ich war guter Dinge beim ersten Gig schöne Bilder machen zu können. Die Chemie scheinte zu stimmen. So fuhr ich mit Papis 7D und einigen Linsen zum Altoberurseler Brauhaus und freute mich wie ein kleines Kind auf einen spannenden Abend. Wir trafen uns bereits draußen vor der Tür, machten uns bekannt und Schwätzen ein wenig. Ich nahm einen seiner Koffer und wir Paddy Oberursel 33gingen in den Raum. Da war sie: Die Wand des Grauens! Klar, Oktoberfest und Brauhaus, das passt zusammen. Aber eine blau-weiße Wand hinter einem Irish-Folk Sänger passt so gut wie Marmelade zu Salami. Gott sei Dank machten wir direkt draußen ein paar Portraits mit denen ich sehr zufrieden war. Das änderte aber nicht die Wand. Ich versuchte das beste aus dem Abend zu machen und war froh, dass Paddy eigentlich ständig auf Tour ist und es somit noch genügend Gelegenheiten geben würde ihn ohne Oktoberfestwand knipsen zu können.

Aber mit der blau-weißen Hölle nicht genug. Beim Telefonat vor dem Konzert sagt Paddy, ich solle zeitig kommen, die Parkplätze seinen rar gesät. Check! Ich fand einen guten Stellplatz nah der Location. Als ich zurückkam dachte ich an einen einfach Strafzettel. Nein, kein einfacher Strafzettel. Nur soviel: Läuft der TÜV ab und der Fahrzeugschein ist verloren gegangen ist das überhaupt keine gute Mischung, so garnicht! Das macht keinen Spass. Das ist zwar auch kein Pech sondern mein eigener Fehler, hat den Abend aber „rund“ gemacht.

Selten sage ich „Nein“, ich versuche Wünsche wahr werden zu lassen und reagiere im Rahmen meiner Möglichkeiten kurzfristig und setze mich nach einem Shooting direkt an den Rechner Fotoum die Bilder zu bearbeiten, wenn der Terminkalender es zulässt. So auch bei Tim. Er brauchte kurzfristig Bilder von sich im Businesslook. Gesagt getan: zweiten Blitz von Papi geliehen, Samstag morgens auf nach Frankfurt in seine Agentur. Lief alles gut, die Bilder auf dem Kameradisplay überzeugten auch ihn und wir hatten eine Menge Spass. Es war sogar noch genug Zeit draußen ein paar Fotos zu machen. Ich fuhr happy wieder heim und setzte mich direkt an den Rechner. Manchmal zickt er und erkennt die Speicherkarte nicht auf Anhieb. Selten aber ein Grund zur Sorge. Aber diesmal: Er erkannte die Karte, aber da war Müll drauf! Eine Menge Dateien, die so hießen wie Bilder heißen sollten aber es war Nichts zu sehen. Ein paar Bilder konnte ich sehen, aber bei Weitem nicht alle. Also Karte in die Kamera und da sah ich zum ersten Mal Fragezeichen auf dem Display. 1/3 der Bilder waren nur noch da, Schweißperlen auf der Stirn. Aber zum Glück war das wichtige Portrait, für das wir das Shooting gemacht hatten sicher und brauchbar. Zum Wiederholen war keine Zeit, das Shooting war Samstag, Tim brauchte das Bild bis Dienstag für eine Zeitschrift. Also extremes Glück im Unglück. Aber werde ich dieser CF-Karte jemals wieder vertrauen können?

Obwohl Alles doch irgendwie gut ausgegangen ist: Weder TÜV-Misere, noch Oktoberfestwand oder Kartencrash brauche ich nochmal. Aber es ist eben nicht immer alles eitel Sonnenschein.

3 Gedanken zu „Knipser-Pech zum Ersten (und hoffentlich Letzten…)

    1. Matthias Beitragsautor

      Das ist das Einzige was mich an der 7D stört: Nur ein Speichermedium… Deswegen bin ich immer beruhigt, wenn die Bilder zu Hause importiert und gesichert sind!

      Antworten
  1. Pingback: Meine Backupstrategie | Matthias Schwarze Fotografie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.