Metz AF 52 gegen Yongnou 565EX

Achtung: Es wird etwas technisch! Laborwerte kann ich leider keine liefern, aber dafür jede Menge Erfahrung aus der Praxis. Und letzten Ende ist es das, was zählt. Was bringen mir gute Werte in der Theorie, wenn es in der Praxis Kleinigkeiten gibt, die stören oder nerven? Und da habe ich so einige festgestellt…

Aber von vorne: Den Metz habe ich schon sehr lange. Warum? Weil Papi auch einen Metz hat und meinte, die wären gut. Also wurde mein erster Aufsteckblitz ein Metz, der AF 58II. Damals hatte ich relativ wenig Ahnung und nutze ihn ausschließlich im ETTL-Modus. Die Bilder waren zwar hell, aber irgendwie totgeblitzt.

In 2013 begab es sich, dass ich mit dem Dominik die erste Hochzeit zusammen fotografierte. Wir wollten eine „Fotobox“ einrichten, wo sich die Gäste verkleiden konnten um sich fotografieren zu lassen. Danach war mir klar: „Du brauchst noch mindestens einen Blitz!“ Und zu Weihnachten war es dann soweit und ich bekam den Yongnou 565EX (ausgerechnet von Papi).

Vorneweg: Schlecht ist keiner der Beiden! Aber wenn man den krassen Preisunterschied (ca. 320 zu 80 Euro)  sieht, muss man sich zwangsläufig fragen, ob der Aufpreis gerechtfertigt ist.

Was mir am Metz gefällt: Er hat einen kleinen Aufhellblitz! D. h. ich kann den Blitzkopf nach oben schwenken und trotzdem ein wenig direkt Blitzen. Das verhindert dunkle Augehöhlen und Schatten unterhalb der Nase. Der Einsatzzweck dieses kleinen Blitzes ist aber doch arg beschränkt. Was der Metz dem Yongnou vorraus hat: Ein Sturz aus 2 Metern auf harten Beton: Kein Schaden! Er tut es immernoch wie am ersten Tag. Der Yongnou ist zwar wirklich gut verarbeitet und macht einen stabilen Eindruck, nachstellen will ich den Sturz allerdings nicht.

BlitzeDer wichtigste und entscheidende Punkt: Die Bedienung. Mit dem Metz war es zu Beginn der Knipserei einfach: ETTL-Modus und ab dafür. Mittlerweile stelle ich den Blitz gerne manuell ein und muss deshalb öfter die Leistung regeln. Und das geht beim Yongou schlicht einfacher. Deutlich einfacher. Muss ich beim Metz erst in ein Untermenü kann ich den „China-Kracher“ direkt einfach über das mittlere Kreuz bedienen. Will ich den Modus vom Metz ändern muss ich in ein Menü, beim Yongnou drücke ich lediglich auf die Taste „Mode“. Einzig nervig: Die Tasten sind nicht beleuchtet. Ich habe schon öfters verzweifelt eine kleine Lichtquelle gesucht um die richtigen Tasten zu Treffen.

Und die Leistung? Die habe ich nicht gemessen oder tiefgründig analysiert, dazu fehlen mir auch die Möglichkeiten. Auf dem Papier haben beide Geräte eine Leitzahl von 58. Gefühlt hatte der Metz einen klitzekleinen Punch mehr, vielleicht war es aber auch Einbildung wegen des hohen Preises. In Foren habe ich gelesen, die Farbtemperatur wäre bei den Yongnou-Blitzen nicht zuverlässig. Das kann ich nicht beurteilen. Wie geschrieben habe ich die Blitze keiner Laboranalyse unterzogen. In der Praxis habe ich selten „studioähnliche“ Bedingungen wo mir eine abweichende Farbtemperatur wirklich auffallen würde. Das sollte man genauer betrachten, wenn man den Blitz öfter so einsetzen möchte.

Das Fazit? Definitiv beides gute Blitze! Aber angesichts des krassen Preisunterschiedes sehe ich den Yongnou dem Metz einfach überlegen.Blitze-1-2

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